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Autokauf im Ausland: Worauf müssen Käufer achten?

Auto Bewertung

In Deutschland werden jedes Jahr mehrere Millionen Autos neu zugelassenAutos neu zugelassen. Für die meisten Halter führt der Weg beim Autokauf ins nächste Autohaus oder zum Gebrauchtwagenhändler um die Ecke. Einige potenzielle Käufer nutzen inzwischen das Internet, um sich einen Überblick zu verschaffen – und nach Schnäppchen zu suchen. Und dank der grenzenlosen Möglichkeiten wird sich auch gern im Ausland nach neuen Autos umgeschaut. Tatsächlich sind die Preise für solche Fahrzeuge in der Praxis oft sehr viel günstiger als im Inland.

Ein Grund: Bei Neuwagen sind die Nettopreise im Ausland meist günstiger. Wer sich für einen Neuwagen aus dem Ausland interessiert, einen Gebrauchtwagen erwerben will oder einfach den lang gesuchten Oldtimer gefunden hat, muss beim Kauf einige Punkte beachten. Doch welche sind das und wie lässt sich das Ganze ohne größere Probleme über die Bühne bringen?

Fahrzeuge genau prüfen: Die Distanz macht es schwierig

Generell gilt folgender Grundsatz für den Kauf eines Autos im Ausland: Gekauft wird nur, was persönlich in Augenschein genommen werden kann. Dies sollte sowohl für den Neuwagenkauf, besonders aber für den Erwerb eines Gebrauchtwagens gelten.

Was bedeutet dies für den Autokauf im Ausland? Von „Internetschnäppchen“, die nicht in Augenschein genommen werden können, ist abzuraten. Dieser Grundsatz bedeutet nicht automatisch, dass sich Käufer nur in einem eng abgesteckten Radius bewegen können.

Regeln sind nicht einheitlich

Sofern es der Preisunterschied zum Handel vor Ort rechtfertigt, kann es auch um einige hundert Kilometer gehen. In welchem Radius sich Interessenten bewegen, hängt immer von Verhältnis aus Preis, Nebenkosten und dem KFZ-Transportaufwand ab. Der Grund für die eingehende Prüfung des Fahrzeugs liegt in den rechtlichen Rahmenbedingungen. Grundsätzlich gelten für den Kauf nicht die Regeln aus Deutschland – etwa aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch – sondern immer nationales Recht.

Seitens der EU wird der Warenverkehr durch harmonisierte Regelungen zwar auf gewisse Standards angepasst – etwa, wenn es um die Gewährleistung geht. Aber im Nicht-EU-Ausland haben Käufer mitunter nicht so weitreichende Rechte wie in Deutschland oder Österreich. Damit wird eine Durchsetzung von Ansprüchen aus einem nach dem Kauf entdeckten Mangel sehr viel schwieriger.

Formalitäten: Das sollten Käufer nicht vergessen

Ein sehr wichtiger Punkt betrifft die Formalitäten für den Fahrzeugkaufvertrag. Hier kann sich das Schnäppchen schnell zu einem teuren Spaß entwickeln, wenn wichtige Punkte vergessen werden. Beispiel: Der Käufer vergisst, dass im Ausland Anbauteile gefahren werden dürfen, die in Deutschland keine entsprechende Zulassung für den Straßenverkehr haben.

Hier die Abnahme und Eintragung in die Fahrzeugpapiere zu vergessen, wird am Ende teuer. Es drohen Bußgelder und die Stilllegung des Fahrzeugs. Aber selbst, wenn der Autokauf im Ausland nicht so drastisch enden muss – es gibt beim „Papierkram“ einige Besonderheiten zu beachten. Was ist wichtig?

Generell gilt, dass jeder Eigenimport von Fahrzeugen zum Nettopreis – also ohne die staatlichen Abgaben – mehrwertsteuerpflichtig ist. Bedeutet, dass der Importeur (in diesem Fall der Halter) die Einfuhr beim Finanzamt anmelden muss. Letztere setzt dann die zu zahlende Mehrwertsteuer fest. Bedeutet im Umkehrschluss, dass der Kaufpreis nicht der einzige Kostenblock bleibe wird – es droht noch eine Menge an Nebenkosten für den Kauf im Ausland.

Diese Dokumente sind unabdingbar

Wichtig ist außerdem, alle relevanten Dokumente zu prüfen. Hierzu zählen unter anderem:

Dieses Certificate of Conformity (COC) ist besonders wichtig, da es für eine Zulassung in Deutschland gebraucht wird.

Beim Kaufvertrag ist darauf zu achten, dass hier alle Daten stimmen. Ein falscher Kaufpreis beeinflusst beispielsweise die Höhe der Einfuhrumsatzsteuer. Was gar nicht geht: Der Verkäufer händigt Dokumente nur als Kopie aus. Alle Unterlagen müssen als Original verfügbar sein. Andernfalls ist von einem Kauf Abstand zu nehmen. Wichtig: Wer ein Fahrzeug im Ausland erwirbt, muss sich alle Schlüssel aushändigen lassen. Dies umfasst auch die Schlüssel für Kofferraum und Handschuhfach,damit das Fahrzeug problemlos im deutschen Straßenverkehr bewegt werden kann, sollte an einen wichtigen Schritt vor der endgültigen Zulassung gedacht werden – die technische Überprüfung. Hierfür sind beispielsweise die TÜV-Standorte zuständig.

Auto nach Deutschland überführen

Irgendwie muss das Auto nach Deutschland kommen. Die Überführung passiert entweder aufgebockt auf einem Anhänger oder aus eigener Kraft. In diesem Fall muss das Fahrzeug natürlich mit einem Kennzeichen versehen werden.

In diesem Zusammenhang bieten sich zwei Möglichkeiten an:

  1. Kfz-Kurzzeitkennzeichen
  2. Ausfuhrkennzeichen

Das Kurzzeitkennzeichen wird in Deutschland beantragt, hat aber einen entscheidenden Nachteil. Es kann passieren – da es eigentlich nur im Inland gilt – dass die ausländische Polizei das Kennzeichen nicht anerkennt. Zwar existieren mit einigen Staaten entsprechende Abkommen, wer sich nur darauf verlässt, kann eine Überraschung erleben.

Ausfuhrkennzeichen müssen in dem Land beantragt werden, wo das Fahrzeug gekauft wird. Hier ist also ein gewisser zusätzlicher Aufwand nötig, um sich in die geltenden Regelungen einzuarbeiten und das Kennzeichen auch wirklich beantragen zu können.

Nach der Überführung benötigen Käufer zudem ein vollwertiges EU-Kennzeichen. Wer dieses schnell und unkompliziert benötigt, kann einen Online-Service nutzen. Der große Vorteil liegt darin, dass sich gleich checken lässt, ob das eigene Wunschkennzeichen zur Verfügung steht. Zusätzlich existieren heute offenbar auch extravagante Varianten.

Kosten eines Autokaufs im Ausland: Ein Sparmodell?

Der Grund, warum Verbraucher nach einem Auto im Ausland suchen, sind die Kosten. Im Vergleich mit Preisen für Neuwagen, die in Deutschland zu zahlen sind, kommen Käufer bei einem ausländischen Fahrzeug schnell deutlich günstiger weg.

20 Prozent bis 30 Prozent Preisunterschied sind durchaus möglich – weil die Nettopreise für die Fahrzeuge im Ausland niedriger sind.

Außerhalb der EU Zölle beachten

Für den Kauf im Ausland ist zwischen einem Erwerb in der EU und dem Nicht-EU-Ausland zu unterscheiden. Hier sind die Kosten für den Kauf deutlich höher. Unter anderem müssen Käufer – neben den oft sehr viel höheren Frachtkosten – auch noch:

bezahlen. Gerade beim Zoll gilt es zu beachten, dass hier die Kosten nicht nur nach dem Fahrzeugwert, sondern inklusive der Transportkosten gerechnet werden. Kostet ein Pkw aus den USA 25.000 Euro und macht sich der Transport mit 5.000 Euro bemerkbar, ist die Bemessungsgrundlage 30.000 Euro. Achtung: Die Meldung beim Finanzamt bezüglich der Mehrwertsteuer muss innerhalb von 10 Tagen erfolgen. Hierfür ist immer die Summe aus:

  1. Nettopreis
  2. Transport
  3. Zoll

Berechnungsgrundlage. Allerdings ist dieser Schritt nichtbei einem Gebrauchtwagen erforderlich. Lediglich Neuwagen müssen entsprechend deklariert werden.

Wichtig:

Zu den Kosten können noch Umrüstungen hinzukommen, wenn ein im Ausland gekauftes Fahrzeug in Deutschland nicht ohne Weiteres im Straßenverkehr teilnehmen darf.

Was ist sonst beim Autokauf im Ausland zu beachten?

autoimport ausland

Bei einem Fahrzeugkauf im Ausland sind noch einige weitere Punkt zu berücksichtigen. Diese betreffen beispielsweise die Tatsache, dass sich die Ausstattungspakete mitunter deutlich unterscheiden können. Hersteller gehen hier nach den individuellen „landestypischen“ Wünschen.

Bsonders im Zusammenhang mit den Sicherheitssystemen und der Verkehrssicherheit ist dieser Aspekt relevant. In Deutschland gelten beispielsweise für die Beleuchtung und bestimmte Anbauteile andere Vorschriften als in den USA. Im besten Fall informieren sich Käufer bereits vor der Suche nach einem Fahrzeug darüber, was in Deutschland erlaubt ist. Entsprechende Infos hierzu finden sich beispielsweise im Internet.

Gedanken sollte sich jeder Erwerber auch zum Thema Versicherung und Steuern machen. Hier geht es unter anderem nach der Motorleistung und dem Ausstoß von klimaschädlichen Gasen. Wird dieser Punkt beim Kauf vollkommen ausgeblendet, kann es auf der Kfz-Anmeldestelle eventuell zu einer unangenehmen Überraschung kommen. Grade die Abgasnormen sind außerhalb der EU abwichend, das kann zu problemen bei der Zulassung führen.

Fazit: Augen auf beim Autokauf im Ausland

Im Ausland sind Autos oftmals deutlich günstiger als in Deutschland. Eine Tatsache, die Käufer immer wieder für sich ausnutzen wollen. Und so sind von den mehr als 40 Millionen Pkw, die das KBA in den letzten Jahren auf deutschen Straßen gezählt hat, etliche EU-Importe oder kommen sogar aus Übersee. Während der Kauf innerhalb der EU hinsichtlich der Hürden noch relativ übersichtlich ist, kann ein Kauf in den USA sehr zeitraubend werden. Neben verschiedenen Papieren für die Ausfuhr und die Einfuhr sind einige Punkte zu beachten. Gerade beim Neuwagen geht es um Fragen zur Mehrwertsteuer. Außerdem machen sich die Frachtkosten und der Zoll deutlich bemerkbar. Wer im Ausland ein Auto kauft, muss die Augen immer offenhalten.

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