TÜV überziehen

20.12.2018
tuev überziehen

Allgemeines zum TÜV überziehen

Seit 1951 müssen Autos regelmäßig geprüft werden. Damit soll sicher sein, dass am Straßenverkehr nur sichere Fahrzeuge teilnehmen. Die HU-Plakette gibt es seit 1961, sie zeigt schnell und einfach, wann das Auto wieder zum TÜV muss. Heute können unterschiedliche Prüforganisationen die Hauptuntersuchung durchführen. Der TÜV darf in Deutschland an Fahrzeugen nicht überzogen werden. Zwar droht erst zweit Monate nach dem Ablauf ein Bußgeld, aber direkt nach Überziehen vom TÜV wird eine Ordnungswidrigkeit begangen. Das Auto muss zur Hauptuntersuchung vorgestellt werden, ohne dass der auf der TÜV-Plakette angezeigte Monat überschritten ist. Es ist nicht ratsam den TÜV zu überziehen. Ein abgelaufener TÜV kann zu Problemen mit der Kfz-Versicherung führen. Zudem zieht er bei einer Kontrolle Strafen nach sich, wenn der TÜV zu lange überschritten ist. HU= Hauptuntersuchung.

Inhalt

  • Allgemeines zum TÜV überziehen
  • Welche Strafen sind zu erwarten?
  • Welche Kosten sind zu erwarten wenn der TÜV überzogen wurde ?
  • Auto verkaufen ohne TÜV, welche hindernisse gibt es?
  • Auto abholen ohne TÜV, worauf achten?

Welche Strafen sind beim TÜV überziehen zu erwarten?

Die Prüfplakette zeigt den Monat an, in dem der TÜV fällig ist, durch eine 12-Uhr-Position. Die Plakette ist am hinteren Kennzeichen des Wagens zu finden. Läuft der Monat ab, wurde der TÜV überzogen. Falls der Fahrer in eine Verkehrskontrolle kommt, bekommt er einen Hinweis auf die Ordnungswidrigkeit und die Ermahnung das Fahrzeug umgehend zur Hauptuntersuchung vorzustellen.

Ist die HU länger als zwei Monate überzogen wird ein Bußgeld erhoben.

strafe TÜV überziehen

Wäre der TÜV-Termin im Dezember, droht ab März ein Bußgeld. Das allerdings nur in einer Verkehrskontrolle durch die Polizei, wenn sie den abgelaufenen TÜV bemerkt. Der TÜV meldet der Polizei keine abgelaufenen Termine.

Welche Kosten sind zu erwarten wenn, der TÜV überzogen wurde?

Die Strafen hängen von der Zeit ab, wie lange der TÜV überzogen wurde. Ein Bußgeld in Höhe von 25 Euro wird bei zwei bis vier Monaten fällig, 60 Euro sind es bei vier bis acht Monaten, 75 Euro bei mehr als acht Monaten. Ein Punkt in Flensburg gibt es bereits ab einem Überzug von mehr als vier Monaten.

Die Zulassungsbescheinigung Teil 1, die früher als Fahrzeugschein bezeichnet wurde, gibt ebenfalls die Auskunft. Der Termin für die nächste Hauptuntersuchung wird in der Zulassungsbescheinigung eingestempelt. Die HU-Plakette hat im Zentrum der Plakette das nächste Prüfdatum stehen, beispielsweise 10 für 2019. Die Monate stehen im Kreis am Rand der Plakette. Die Plakette wird immer so angebracht, dass der Monat mit der fälligen HU auf der 12-Uhr-Position steht.

Neuwagen müssen das erste Mal nach drei Jahren dem TÜV vorgestellt werden, anschließend im Rhythmus von zwei Jahren. Das Datum der Erstzulassung ist hier entscheidend. Motorräder müssen grundsätzlich alle zwei Jahre zur HU. Selbst bei neu zugelassenen Motorrädern ist nach zwei Jahren die erste HU fällig. Hybrid- und Elektrofahrzeuge haben die gleichen Fristen für die HU wie Diesel und Benziner. Die Prüfung bei Elektrofahrzeugen muss neben den herkömmlichen Prüfpunkten zusätzlich die Akkus umfassen. Diese arbeiten mit Hochvolt-Technologie. Ladeanschluss, Zustand der Isolierungen und Kabelstränge müssen ebenso die Prüfung bestehen. Während der Ruhephase darf ein Fahrzeug nicht bewegt werden, wenn es ein Saisonkennzeichen hat. Wenn der TÜV in der Ruhephase ausläuft, muss zum Beginn von der neuen Betriebszeit die Hauptuntersuchung erfolgen.

 

Die Prüforganisation muss nach einem Verzug eine erweiterte HU oder Ergänzungsuntersuchung durchführen. Die reguläre Hauptuntersuchung wird dadurch um ungefähr 20 Prozent teurer. Eine Rückdatierung erfolgt nicht mehr. Bis 2012 gab es das, aber die Regelung wurde abgeschafft. Die nächste HU ist dann zwei volle Jahre nach dem tatsächlichen Prüftermin erst wieder fällig.

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Wird die Hauptuntersuchung von einem Auto nicht bestanden, bekommt es für die Nachuntersuchung einen Monat Zeit, um die Fehler zu beheben. Verstreicht die Zeit, wird wieder eine gebührenpflichtige Hauptuntersuchung fällig. Kommt der Fahrer in eine Verkehrskontrolle, macht das zudem eine 10 Euro Strafe. Die Mängel, die bei der HU festgestellt wurden, müssen in diesem Monat beseitigt werden, auch wenn sie erheblich sind.

Es ist nicht sinnvoll mit dem Auto zur HU zu fahren, wenn nicht alle Mängel beseitigt wurden. Das würde nur dazu führen, dass das Auto nochmal zum Nachbessern geschickt wird. Besser ist es, die Schäden alle zu beheben und das Auto dann erst dem TÜV noch einmal vorzustellen.

Es kann außerdem zu Problemen mit der Versicherung kommen, wenn ein Auto ohne TÜV in einen Unfall verwickelt ist. Die Kfz-Versicherung übernimmt grundsätzlich alle Schäden bei einem Verkehrsunfall, kann den Versicherten aber in Regress nehmen und einen Teil der Schadenssumme wieder zurückverlangen. Dabei spielt es eine Rolle, ob das Auto Mängel hatte und wie sicherheitsrelevant diese waren.

Auto verkaufen ohne TÜV, welche Hindernisse gibt es?

Für den Autoverkauf muss das Auto nicht unbedingt eine gültige TÜV-Plakette haben. Der Verkauf kann an privat oder einen Händler erfolgen. Allerdings ist die Fahrzeugbewertung in den meisten Fällen schlechter. Die gültige HU zeigt ja auch, dass ein Auto in einem guten Zustand ist. Fehlt diese Bescheinigung muss sich der Käufer möglicherweise auf Reparaturen einstellen und wird daher wahrscheinlich versuchen den Kaufpreis um einiges zu drücken. Wer sein Auto verkaufen möchte, sollte sich also vorab überlegen, die Gebühren für den TÜV noch zu bezahlen und dann das Auto mit mehr Gewinn zu verkaufen. Mit einer gültigen TÜV Plakette kann der Kaufpreis um einiges höher angesetzt werden.

Wie hole ich ein Auto ohne TÜV ab?

In Deutschland kann kein Auto das älter als 36 Monate ist, zugelassen werden, wenn es keine gültige TÜV-Bescheinigung hat. Nur bei einem verkehrssicheren Auto erfolgt die Zulassung. Autos dürfen in Deutschland seit dem 1. April 2015 ein gültiges Kurzzeitkennzeichen bekommen, das für fünf Tage die Überführung ermöglicht. Dieses Kurzzeitkennzeichen gibt es aber nur für Autos mit einer gültigen HU-Plakette. In der Zulassungsbescheinigung Teil I erfolgt darüber ein Eintrag. Wenn die HU-Plakette nicht vorhanden ist, wird es schwierig ein Auto zu transportieren. Um den Wagen abzuholen, muss er auf einen Anhänger gestellt werden, wenn er keine gültige HU-Plakette hat. Probefahren geht nicht, denn auch das ist verboten. Selbst mit einem Kurzzeitkennzeichen dürfen keine Probe- und Überführungsfahrten gemacht werden. Dabei macht es keinen Unterschied, ob eine gültige Bescheinigung für das Kfz für eine bestandene Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung vorlag. Ganz einfach gesagt: fehlt die Plakette, gibt es kein Kurzzeitkennzeichen. Es gibt allerdings eine Ausnahme. Es kann ein Kurzzeitkennzeichen ohne TÜV beantragt werden, wenn die Fahrt ausschließlich zu einer Prüfstelle oder in eine Werkstatt erfolgt. Diese müssen aber in der Regel im Zulassungsbezirk liegen. Zudem wird ein Vermerk gemacht, dass die Fahrt nur bis zur Prüfstelle oder Werkstatt erlaubt ist.

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