Diesel-Auto kaufen oder lieber Diesel-Auto verkaufen?

19.03.2019
diesel-auto

Ist das Diesel-Auto noch zukunftsfähig?

Spätestens seit dem Diesel-Skandal im Jahr 2015 steht eine ganze Antriebstechnologie in Kritik. Eine Kritik, die viele Fragen aufwirft: Lohnt es sich noch, Diesel-Autos zu fahren? Sollte ich meinen Diesel so bald wie möglich verkaufen?

Ob ein Diesel-Auto noch die richtige Lösung für Dich ist, bestimmt in erster Linie Dein Fahrverhalten. Sollen sich der geringere Treibstoffverbrauch und die aktuell noch günstigeren Kraftstoffpreise für Dich bezahlt machen, ist es schon nötig, regelmäßig lange Strecken zu fahren und auf eine hohe jährliche Kilometerleistung zu kommen. Häufiger Innenstadtverkehr sollte da eher die Ausnahme darstellen, da hier Diesel am ehesten von Fahrverboten betroffen sein können bzw. werden, je nachdem, welcher Abgasnorm sie entsprechen. Derzeit ist es ungewiss, ob die Vorteile des Diesels noch lange Bestand haben werden. Wer sich dennoch einen Diesel zulegen möchte, sollte daher zumindest auf die Abgasnorm Euro 6 achten. Für Euro 4 und Euro 5 kann es zu Einschränkungen bzw. zum Fahrverbot kommen.

Diesel kaufen: Empfehlenswert oder nicht?

„Diesel-Autos und Ihre Abgase stehen immer mehr in der Kritik“.

Viele Verbraucher stellen sich die Frage, ob es denn überhaupt noch möglich sei, ein Diesel-Auto zu kaufen. Doch trotz dessen, dass das Diesel Fahrzeug einen zunehmend schlechten Stand hat, so sind Diesel-Autos noch längst nicht vom Markt verschwunden. Auch ist es nicht so, dass keine Diesel PKW mehr produziert werden. Nach wie vor führen einige Hersteller neue Modelle ein – und das nicht selten zu günstigeren Preisen als bei vergleichbaren Benzinern. Daneben gibt es natürlich noch stets die Möglichkeit, ein gebrauchtes Diesel Fahrzeug zu kaufen.

Damit geht die Frage einher, ob es sich denn überhaupt noch lohnt, ein Diesel-Auto zu kaufen. Der ursprüngliche Vorteil solcher Fahrzeuge lag darin, dass sich mit ihnen ein deutlich niedrigerer Verbrauch erzielen ließ als mit Benzinern. Das liegt daran, dass der Diesel Motor effizienter arbeitet und einen um bis zu 20 Prozent höheren Wirkungsgrad erzielen kann. Vor allem für Vielfahrer stellte das Diesel-Auto jahrzehntelang die Ideallösung dar. Auch heute noch kann es vom persönlichen Fahrverhalten abhängig gemacht werden, ob sich der Kauf eines Diesels lohnt oder nicht. Wer sich einen gebrauchten Diesel zulegen möchte, sollte jedoch genau auf das Alter des Fahrzeugs achten.

Zudem gibt es da auch noch steuerliche Vor- und Nachteile: Pro Liter Kraftstoff zahlen Fahrer für Diesel gut 18 Cent weniger als für normales Benzin an Energiesteuer. Hinzu kommt, dass der Dieselpreis in der Regel rund 20 Cent unter dem Preis für Benzin liegt. Zumindest beim Tanken können Dieselfahrer also nach wie vor sparen. Ob dieser als „Dieselprivileg“ bezeichnete Vorteil noch lange bestehen bleibt, ist derzeit ungewiss. Völlig gewiss ist hingegen die höhere Kfz-Steuer, die für das Diesel-Auto zu entrichten ist. Deren genaue Höhe ergibt sich aus der Schadstoffklasse und dem Jahr der Erstzulassung.

Worauf sollte beim Kauf eines Diesels geachtet werden?

Beim Kauf eines gebrauchten Diesels ist das Alter des Fahrzeugs von entscheidender Bedeutung. Um die grüne Plakette zu bekommen, ist die Abgasnorm Euro 4 das absolute Minimum. Euro 5 und Euro 6 sind dem natürlich vorzuziehen. Wer sich hingegen für einen Euro 3-Diesel entscheidet, sollte diesen mit einem Partikelfilter nachrüsten, um auf diesem Wege doch noch die grüne Plakette zu erhalten. Die grüne Plakette ist erforderlich, um in Umweltzonen einfahren zu dürfen. Da zu erwarten ist, dass die Anforderungen auch in Zukunft weiter steigen werden, ist es besser, sich gleich einen Euro 5 oder Euro 6-Diesel zuzulegen.

Drohen Diesel-Fahrverbote?

Ob Du dir noch einen Diesel kaufen kannst oder Dich als Besitzer bereits von einem Diesel Fahrzeug von einem Diesel-Fahrverbot bedroht sehen musst, ist davon abhängig, welcher Abgasnorm der Wagen entspricht. Sowohl Euro 4 als auch Euro 5 können in absehbarer Zeit unter ein solches Diesel-Fahrverbot fallen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte also mindestens auf die Erfüllung der Euro 6 Abgasnorm achten. Ein Schicksal, das übrigens nicht nur Dieselfahrzeugen blüht, sondern auch Benzinern. Auch diese werden immer mehr mit Partikelfiltern ausgerüstet, um die aktuellen Grenzwerte für den Partikelausstoß noch unterbieten zu können.

Dennoch gibt es Diesel, die Du noch bedenkenlos kaufen kannst. Aktuelle Modelle, die der Abgasnorm Euro 6 d entsprechen,

„In Zunkunft werden die Umweltzonen mit Euro 6 Plaketten in blau erweitert.“

stoßen im Schnitt 85 Prozent weniger NOx aus als Euro 5-Diesel. Einzelne Modelle schaffen sogar noch bessere Werte. Aussterben wird der Diesel wegen der Fahrverbote also nicht. Wichtig ist nur, dass es sich beim Fahrzeug Deiner Wahl um ein möglichst aktuelles Modell handelt.

Welche Diesel-Modelle werden von Fahrverboten betroffen sein?

„Euro 3, Euro 4 und Euro 5 Diesel-Autos drohen Fahrverbote“

Theoretisch können Diesel-Autos, die der Euro 5 Abgasnorm entsprechen, in naher Zukunft von einem Fahrverbot betroffen sein. Dem kannst Du mit einer technischen Umrüstung aber vorerst entgehen. Bis Ende des vergangenen Jahres wollten die Hersteller mehr als 5 Millionen Fahrzeuge mit einem entsprechenden Software-Update versehen, mit dessen Hilfe sowohl Motorsteuerung als auch Abgasreinigung modifiziert werden. Auf diesem Wege sollte dann der Ausstoß an NOx um bis zu 30 Prozent reduziert werden.

Die Wirksamkeit solcher Updates wird jedoch von Umweltverbänden und Experten in Zweifel gezogen. Die nächste Möglichkeit bestünde in einer Hardware-Nachrüstung, doch hierbei stellen sich einige Hersteller noch quer.

Die Gefahr von Fahrverboten für Diesel-Autos ist vor allem in Großstädten hoch. So gab es beispielsweise im Mai 2018 erste Fahrverbote in Hamburg, bei denen auch Fahrzeuge, die der Abgasnorm Euro 5 entsprechen, nicht mehr fahren durften. Zum 1. Februar 2019 folgte auch Frankfurt mit einem Diesel-Fahrverbot, wobei Fahrzeuge mit Euro 4 und abwärts betroffen waren. Weitere Großstädte wie Berlin, München, Mainz, Düsseldorf und Darmstadt können schon bald ebenfalls ein Fahrverbot aussprechen. Wer hier wohnt, sollte also eher kein Diesel Auto kaufen und Besitzer sind gut damit beraten, ihr Diesel Auto zu verkaufen.

Wohin mit meinem Diesel?

Die oben geschilderten Entwicklungen haben auf dem Gebrauchtmarkt deutliche Spuren hinterlassen. Wer heute ein Fahrzeug mit Diesel Motor verkaufen möchte, hat es schwerer als zuvor. Umso einfach ist es natürlich für jene, die ein Diesel Auto kaufen möchten. Gefragt bleiben hingegen moderne Dieselfahrzeuge, die den aktuellen Abgasnormen entsprechen und deswegen auch nicht unmittelbar von einem Diesel-Fahrverbot bedroht sind. Entsprechend stark sind Euro 6-Diesel gefragt. Mit Euro 5-Fahrzeugen ist es schon deutlich schwieriger, ein Euro 4-Fahrzeug lässt sich kaum noch verkaufen.

Eine Alternative zum heimischen Gebrauchtmarkt besteht darin, gebrauchte Diesel ins Ausland zu verkaufen. Analysen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass die Ausfuhr von Diesel-PKW im Jahr 2017 um mehr als 20 Prozent gestiegen ist. Knapp 240.000 Fahrzeuge wurden somit ins Ausland exportiert. Möchtest Du also ein in die Jahre gekommenes Diesel Auto verkaufen, dass nur der Euro 4 oder Euro 5 Norm entspricht, bietet sich hier eine realistische Chance.

Wertverlust und sinkende Nachfrage

Noch bis zum Jahr 2016 war in Deutschland der Diesel völlig normal und fast jedes zweite zugelassene Fahrzeug ein Selbstzünder. Seitdem hat sich die Situation merklich geändert. Zeitweise war ein regelrechter Abwärtstrend zu verzeichnen, der erst kürzlich durch die Markteinführung neuer, sauberer Modelle etwas abgeschwächt werden konnte. Aller Voraussicht nach wird sich die Nachfrage nach Diesel PKW jedoch nicht mehr erholen und auf den alten Stand zurückkehren.

wertverlust diesel auto

„Nach wie vor ist die Nachfrage an Gebrauchten Diesel- Autos stagnierend“

 Im letzten Jahr waren noch rund ein Drittel aller neu zugelassenen Fahrzeuge Diesel PKW. Ein Drittel aller Diesel-Auto-Fahrer können sich mittlerweile vorstellen, in absehbarer Zeit auf Benziner umzusteigen.

Bei der Entwicklung der Preise dreijähriger Gebrauchtwagen sind derzeit kaum Auffälligkeiten zu verzeichnen. In 2018 blieben diese bei etwas mehr als 52 Prozent des Listenneupreises, wodurch die Werte aus dem Vorjahr nur unwesentlich unterschritten wurden und sich kein gravierender Abwärtstrend abzeichnet. Deutlich zu erkennen sind jedoch regionale Abweichungen. In Städten, die von einem Diesel-Fahrverbot betroffen sind oder in naher Zukunft betroffen sein könnten, sind die Preise deutlich niedriger angesiedelt. Gerade auf dem Land spielen die Fahrverbote der Großstädte kaum eine Rolle, weswegen die Preise hier auch weitestgehend stabil bleiben.

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