Welche Kfz-Versicherung benötige ich?

07.03.2019
KFZ Versicherung

Die Deutschen lieben das Autofahren. Vor der Anschaffung eines neuen Wagens stehen allerdings viele vor der Frage: Welche Kfz-Versicherung benötige ich eigentlich? Neben der Steuer gehört sie mit zu den größten regelmäßigen Ausgaben für das Fahrzeug. Während die Kfz-Haftpflichtversicherung in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist, bieten die Kaskoversicherung, die sich in Voll- und Teilkasko gliedert, und Extraangebote wie ein Schutzbrief zusätzliche Absicherung. Wir zeigen dir, was die verschiedenen Kfz-Versicherungen leisten, worauf du beim Abschluss achten solltest und wie du bei Bedarf den Anbieter wechselst.

Ein Muss: die KFZ-Haftpflichtversicherung

Am Abschluss der Kfz-Haftpflichtversicherung führt kein Weg vorbei, denn sie ist gesetzlich vorgeschrieben und das aus gutem Grund: Diese Versicherung kommt für die finanziellen Folgen auf, wenn du selbst einen Unfall verschuldest. Bei Unfällen im Straßenverkehr kann es schnell zu schweren Personen- und Sachschäden kommen, die horrende Kosten nach sich ziehen. Verursachst du zum Beispiel durch die Missachtung der Vorfahrtregelung einen Unfall, bei dem der andere Fahrzeughalter so schwer verletzt wird, dass er fortan im Rollstuhl sitzt, müsstest du ohne Kfz-Haftpflichtversicherung für

  • Behandlungskosten,
  • Schmerzensgeld und
  • Rentenzahlungen

aufkommen. Für Normalbürger wäre das unmöglich. Damit der Geschädigte trotzdem die ihm zustehenden finanziellen Entschädigungen erhält, gibt es die Kfz-Haftpflichtversicherung. Diese übernimmt außerdem die Autoreparaturkosten des Geschädigten und zahlt einen Ausgleich für den Wertverlust seines Fahrzeugs.

Die gesetzlich festgelegte Mindestdeckungssumme beträgt

  • 7,5 Millionen Euro für Personenschäden,
  • 1,22 Millionen Euro für Sachschäden und
  • 50.000 Euro für Vermögensschäden.

Diese Summen muss die Versicherung des Unfallverursachers dem Geschädigten also maximal zahlen. Übersteigt eine Schadenshöhe die Mindestdeckungssumme, muss der Versicherungsnehmer die Differenz selbst tragen. Dieser Fall kann bei Personenschäden, in deren Folge eine lebenslange Rentenzahlung fällig wird, schnell eintreten. Deswegen solltest du beim Abschluss der Kfz-Haftpflichtversicherung auf eine pauschale Deckungssumme von 100 Millionen Euro achten, die viele Versicherungen für einen geringfügig höheren Beitrag anbieten.

Manche Anbieter verlangen vom Versicherungsnehmer eine Selbstbeteiligung an den Kosten, sofern dieser einen Unfall aus grober Fahrlässigkeit begangen hat. Da so etwas immer passieren kann, sollte deine Versicherung „den Verzicht auf Einwand grober Fahrlässigkeit“ beinhalten. Deiner Sorgfaltspflicht im Straßenverkehr entbindet dich diese Klausel freilich nicht. Solltest du beispielsweise unter Alkoholeinfluss einen Unfall verursachen oder Fahrerflucht begehen, kann die Versicherung bis zu 5.000 Euro von dir zurückfordern.

Die Höhe der Beiträge für die Kfz-Haftpflichtversicherung hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Art, Alter und Marke des Fahrzeugs,
  • der jährlichen Kilometerleistung
  • Alter und Fahrerfahrung des Versicherungsnehmers

Auch die Einstufung in der Schadensfreiheitsklasse spielt eine wichtige Rolle. Je länger ein Fahrzeughalter unfallfrei bleibt, desto günstiger wird seine Versicherungsprämie in der Regel. Umgekehrt führt ein verschuldeter Unfall zu einem Anstieg des Beitrags.

 

Kaskoversicherung gegen Schäden am eigenen Fahrzeug

Im Gegensatz zur Haftpflichtversicherung geschieht der Abschluss einer Kaskoversicherung auf freiwilliger Basis. Sinnvoll ist diese Versicherung dennoch, denn sie deckt Schäden am eigenen Fahrzeug ab, die zum Beispiel durch Brand, Diebstahl oder einen Unfall entstehen. Unterschieden wird zwischen Teil- und Vollkasko. 

Teilkasko

Die Teilkasko greift bei Schäden am eigenen Fahrzeug. Sie kann zum Beispiel bei

  • Diebstahl (auch von einzelnen Teilen wie etwa dem Autoradio),
  • Glasbruch,
  • Wildunfällen,
  • Sturm-, Brand- und Hagelschäden

in Anspruch genommen werden. Auch Schäden durch einen elektrischen Kurzschluss oder Marderbiss sind versichert.

In den Details unterscheiden sich die Verträge der Versicherungen oft erheblich und es empfiehlt sich, das Kleingedruckte genau zu prüfen. So erstatten die Anbieter bei einem Diebstahl zum Beispiel unterschiedlich lange den Neuwert des Fahrzeugs. Während einige Versicherungen schon nach Ablauf eines halben Jahres nicht mehr die volle Summe überweisen, kriegt man diese bei anderen noch nach zwei Jahren ausgehändigt.

Auch Wildunfälle werden je nach Anbieter unterschiedlich bewertet: Einige Versicherungen zahlen nur Schäden durch Zusammenstöße mit Haarwild, also zum Beispiel Rehen und Hirschen. Andere Teilkaskoversicherungen decken zudem Unfälle mit Hunden, Pferden und weiteren Tieren ab. Unter Umständen sind diese Versicherungen dann jedoch teurer.

Weil bei einem Abhandenkommen oder einer vollständigen Zerstörung des Fahrzeugs nur der Zeitwert ersetzt wird, empfehlen Experten den Abschluss einer Teilkaskoversicherung nur für Fahrzeuge, die nicht älter als acht Jahre sind. Die Beitragshöhe für diese Versicherung wird maßgeblich von der Typ- und Regionalklasse des Fahrzeugs bestimmt. Durch Vereinbarung einer Selbstbeteiligung und Werkstattbindung kannst du den Versicherungsbeitrag verringern. Bei vielen Versicherern bekommst du außerdem einen Rabatt, wenn dein Fahrzeug nachts in einer Garage geparkt wird oder du eine bestimmte jährliche Kilometermenge nicht überschreitest.

Vollkasko

Die Vollkaskoversicherung enthält den Schutz der Teilkasko und sichert dein Fahrzeug darüber hinaus bei selbst verschuldeten Unfällen ab. Wenn du also beispielsweise unachtsam bist, von der Straße abkommst und gegen eine Laterne fährst, übernimmt die Versicherung die Autoreparaturkosten. Außerdem sind durch die Vollkasko Unfälle durch Zusammenstöße mit Nutztieren und anderen großen Tieren abgedeckt, bei Vandalismus, wenn dein Fahrzeug durch Dritte mutwillig beschädigt wird, und bei Fahrerflucht eines Unfallgegners greift die Versicherung.

kfz versicherung vollkasko

Bei einem Unfall, dessen Verursacher nicht haftbar ist, etwa, weil es sich um ein Kind handelt, kommt die Vollkasko ebenfalls für die Schäden auf. Wie auch die Teilkasko sichert die Vollkasko nur das eigene Fahrzeug ab: Verursachst du einen Unfall und trägst dabei Verletzungen davon, übernimmt sie keinerlei Behandlungskosten. Bei alkoholbedingter Fahruntüchtigkeit und Vorsatz leistet die Versicherung nicht.

 

Die Vollkasko bietet also einen Rundum-Schutz für dein Fahrzeug. Die Beitragssätze dafür werden anhand derselben Faktoren wie auch bei der Teilkasko berechnet. Lohnenswert sind die relativ hohen Kosten für eine Vollkaskoversicherung vor allem für Neuwagen in den ersten Jahren nach dem Kauf und für wertvolle Autos.

Auch wenn du sehr auf dein Auto angewiesen bist und im Schadensfall sofort ein neues benötigst, ist der maximale Versicherungsschutz durch die Vollkasko eine Überlegung wert. Wer viele Jahre unfallfrei im Straßenverkehr unterwegs war und in eine hohe Schadenfreiheitsklasse eingestuft wird, sollte ebenfalls über den Abschluss nachdenken, denn häufig ist die Vollkasko dann beinahe genauso günstig wie die Teilkasko.

Zusatzversicherung

Neben dem Basisschutz durch die Kfz-Haftpflicht- und Teil- oder Vollkaskoversicherung gibt es noch eine ganze Reihe von Zusatzversicherungen, die gegen alle denkbaren Eventualitäten absichern.

Wenn du gerne verreist und dein Urlaubsrevier mit dem Mietwagen erkunden möchtest, ist die sogenannte Mallorca-Police eine Überlegung wert, die nicht nur auf der Baleareninsel sondern im gesamten europäischen Ausland gültig ist. Sie hebt die Deckungssumme der Kfz-Haftpflichtversicherung, die für den Mietwagen im Urlaubsland geschlossen wird, auf deutsches Niveau.

In Ländern wie Griechenland oder der Türkei ist die Mindestdeckungssumme für Personenschäden nämlich sehr niedrig, sodass du unter Umständen für Folgekosten nach einem Unfall selbst aufkommen müsstest. Mit der Mallorca-Police bist du auf der sicheren Seite. Sie ist allerdings in vielen Haftpflichttarifen schon enthalten.

Eine sinnvolle Zusatzversicherung ist der Schutzbrief, den dir die meisten Kfz-Versicherungen gegen einen geringen Extrabeitrag anbieten. Damit sicherst du dir wertvolle Hilfe, wenn du unterwegs Probleme mit deinem Fahrzeug hast. Zu den im Schutzbrief üblicherweise enthaltenen Leistungen gehören unter anderem

  • eine Pannenhilfe,
  • die Bergung
  • das Abschleppen in die nächste Werkstatt.

Auch die Weiter- und Rückfahrt wird für dich organisiert. Überflüssig ist der Schutzbrief lediglich, wenn du Mitglied in einem Automobilclub bist, da dieser in der Regel ähnliche Leistungen anbietet.

Weitere Zusatzversicherungen wie ein Auslandsschadenschutz und eine Insassen-Unfallversicherung sind nur unter besonderen Umständen sinnvoll. Im Zweifel informierst du dich genauer, was diese Versicherungen für dich leisten können.

Abschluss und Wechsel der KFZ-Versicherung

Die optimale Kfz-Versicherung findest du am besten bei einem Vergleichsportal im Internet. Dort gibst du alle relevanten Fahrzeug- und Nutzerdaten an und das Portal schlägt dir passende Versicherungsanbieter mitsamt ihren Leistungen und Preisen vor.

Üblicherweise werden bei Kfz-Versicherungen Jahresverträge abgeschlossen, die sich mit einer Frist von einem Monat zum Jahresende kündigen lassen. Da sich die Tarife von Jahr zu Jahr ändern,

solltest du jedes Jahr neu prüfen, ob deine bisherige Versicherung dir noch das beste Preis-/Leistungsverhältnis bietet. Manchmal reicht es auch, beim bisherigen Anbieter ein neues Tarif-Angebot anzufordern, denn dieser ist in der Regel interessiert dich zu halten.

Solltest du jedoch wirklich wechseln wollen, achte darauf, dass du den alten Vertrag erst kündigst, wenn der neue schon unterschrieben ist, damit keine Lücken im Versicherungsschutz entstehen. Stichtag für die Kündigung der Kfz-Versicherung ist in der Regel der 30. November

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